Urlaubstagebuch – Tag 1

Unser Schwedenurlaub begann offiziell mit der Ankunft an unserem ersten Schlafplatz – gegen 2 Uhr morgens, unweit von Malmö. Unser Nachtlager befand sich auf einem Parkplatz neben einem kleinen Freiluftcafé, das zu Torups Slott gehört. Den Platz hatte ich bereits vor der Reise in einer Camping-App entdeckt und bewusst für unsere erste Nacht ausgewählt.

Obwohl es schon sehr spät war, konnten wir es uns nicht nehmen lassen, noch eine kleine Nachtwanderung zu unternehmen. Rund um einen romantischen, ruhig gelegenen Teich genossen wir die besondere Atmosphäre. Das leise Rascheln der Bäume und die nächtliche Stille waren der perfekte Start in unseren Urlaub. Anschließend machten wir uns müde, aber voller Vorfreude, für die erste Nacht bereit.

Am nächsten Morgen wurden wir nicht etwa von einem Wecker geweckt, sondern vom Schnattern der Enten und den ersten Besuchern des Parks. Nach einem kurzen Frühstück machten wir uns auf den Weg, den weitläufigen Schlosspark von Torups Slott zu erkunden.

Der öffentlich zugängliche Park ist nicht nur kostenlos, sondern auch wunderschön angelegt. Gepflegte Wege, farbenfrohe Blumenbeete, alte Bäume und zahlreiche kleine Details machen den Garten zu einem ganz besonderen Ort.

Tatsächlich war ich bereits auf meiner letzten Schwedenreise hier – und erstaunlicherweise fanden wir sogar den Stein wieder, der mir damals besonders im Gedächtnis geblieben war.

Minnets träd har djupa rötter, i dess krona susar lifvets sång.
„Der Baum der Erinnerung hat tiefe Wurzeln, in seiner Krone erklingt das Lied des Lebens.“

Dieser Satz passte in diesem Moment einfach perfekt. Ein Ort, den ich bereits einmal besucht hatte, und nun gemeinsam erneut entdecken durfte.

Nachdem wir den Vormittag im Schlossgarten verbracht hatten, ging es für uns zurück in Richtung Malmö. Unser nächstes Ziel war Biltema, wo wir noch einige Kleinigkeiten für die Reise besorgten.

Direkt im angeschlossenen Biltema-Café stärkten wir uns anschließend mit leckeren Burgern und Pommes – genau das Richtige nach dem ausgiebigen Spaziergang. Während des Essens planten wir bereits die nächste Etappe unserer Reise.

Etwa eine halbe Stunde weiter nördlich hatten wir einen idyllischen Platz in der Nähe eines Sees ins Auge gefasst. Vor Ort stellte sich jedoch heraus, dass der See nur schwer zu Fuß erreichbar war. Also entschieden wir uns spontan, weiterzufahren und einen besseren Platz zu suchen.

Zum Glück mussten wir nicht lange suchen.

Am südlichen Ufer des Vaxsjön fanden wir schließlich unseren nächsten Schlafplatz. Direkt auf einem kleinen Parkplatz stellten wir unser kleines Zuhause auf Rädern ab und machten uns zunächst auf den Weg zum See. Ein kleiner Sandstrand und das glasklare Wasser empfingen uns in völliger Ruhe.

Nach einigen Minuten an einer kleinen Bucht war die Entscheidung schnell gefallen: Der Abend sollte genau hier stattfinden. Also holten wir unsere Campingstühle, den Tisch und den Gaskocher aus dem Auto und richteten uns direkt am Wasser ein.

Vor uns lag der Vaxsjön – ruhig, fast spiegelglatt und eingerahmt von dichtem Schilf und den umliegenden Wäldern. Über dem See zogen dunkle Wolken langsam vorbei und tauchten die Landschaft in eine ganz besondere Stimmung. Trotz des bedeckten Himmels wirkte der Ort unglaublich friedlich.

Noch bevor das Abendessen fertig war, bekamen wir überraschend Besuch. Eine neugierige Wildente kam ohne Scheu bis zu unserem Platz gelaufen und beobachtete ganz genau, was wir dort machten. Immer wieder näherte sie sich uns und ließ sich auch von unserer Anwesenheit kaum beeindrucken. Für einen kurzen Moment schien sie fast Teil unseres kleinen Campingabends zu sein, bevor sie schließlich wieder gemächlich am Ufer entlangzog.

Während unser Abendessen auf dem Gaskocher zubereitet wurde, genossen wir einfach die Stille. Nur das leise Plätschern des Wassers am Ufer, das Zwitschern einiger Vögel und der sanfte Wind in den Bäumen begleiteten den Abend.

Unser erster Urlaubstag endete genau so, wie wir ihn uns gewünscht hatten: ohne Zeitdruck, mitten in der Natur und mit einem Blick auf den ruhigen Vaxsjön. Ein besserer Start in unseren Schwedenurlaub hätte kaum möglich sein können.

Ein Kommentar

  1. Was ein Traum… wunderschön, ich eunsche euch eine schone Zeit! 😊

    Ich habe leider zu spät angefangen den Blog zu lesen, das hole ich jetzt nach!

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