Urlaubstagebuch – Tag 4

An diesem Morgen wurden wir nicht vom Wecker geweckt, sondern von der Sonne. Die ersten Sonnenstrahlen erwärmten unser Dachzelt angenehm und machten das Aufstehen erstaunlich leicht.

Noch bevor wir frühstückten, ging ich hinunter zum Fluss. Die morgendliche Stimmung war einfach wunderschön. Das Wasser floss ruhig an mir vorbei, die Luft war angenehm frisch und außer dem Zwitschern der Vögel war kaum ein Geräusch zu hören. Ich setzte mich für einen Moment auf einen großen Stein am Ufer, genoss die Ruhe und nutzte die Gelegenheit, mit meinem Wasserfilter frisches Trinkwasser für den Tag aufzubereiten.

Nach einer Weile ging ich zurück zum Auto, weckte meine Freundin und gemeinsam frühstückten wir in aller Ruhe. Währenddessen schmiedeten wir bereits Pläne für den weiteren Tag.

Da die Temperaturen bereits am Morgen vielversprechend waren und ein sonniger Tag bevorstand, fiel unsere Wahl auf einen größeren Badesee. Dort angekommen, gönnten wir uns erst einmal eine ausgiebige Abkühlung im angenehm kühlen Wasser. Anschließend entspannten wir noch eine Weile am Strand und genossen die Sonne.

Mit der Zeit wurde der Badeplatz jedoch immer voller. Familien, Kinder und weitere Besucher sorgten für viel Betrieb. So schön der Strand auch war, suchten wir auf unserer Reise vor allem die Ruhe der schwedischen Natur. Deshalb beschlossen wir, noch einmal weiterzufahren.

Zum Glück hatten wir bereits einen neuen Platz auf der Karte entdeckt. Nach etwa einer halben Stunde Fahrt erreichten wir einen etwas abgelegenen Strandabschnitt an einem größeren See.

Hier standen zwar ebenfalls einige Camper, dennoch war die Atmosphäre deutlich ruhiger und entspannter. Jeder schien die Natur auf seine eigene Weise zu genießen, ohne dass es laut oder hektisch wurde.

Inzwischen merkten wir deutlich, dass wir bereits ein gutes Stück weiter in den Norden Schwedens gefahren waren. Geeignete Schlafplätze wurden seltener und man musste etwas genauer suchen. Umso glücklicher waren wir, diesen Ort gefunden zu haben.

Wir beschlossen, hier die Nacht zu verbringen und machten es uns zunächst am Strand gemütlich. Die Stunden vergingen wie im Flug. Immer wieder sprangen wir zur Abkühlung in den See, legten uns anschließend wieder in die Sonne und genossen einfach den Tag, ohne auf die Uhr zu schauen.

Als der Abend näher rückte, holten wir unseren Campingtisch, die Stühle und den Gaskocher hinunter ans Wasser. Mit Blick auf den See bereiteten wir unser Abendessen zu und ließen den Tag ganz entspannt ausklingen. Während die Sonne langsam tiefer stand und sich das Licht auf der Wasseroberfläche spiegelte, saßen wir noch lange am Ufer und genossen die friedliche Atmosphäre.

Manchmal braucht es gar keine großen Abenteuer. Ein ruhiger Platz am See, gutes Essen, ein erfrischendes Bad und die Natur um uns herum reichten vollkommen aus, um auch den vierten Urlaubstag zu einem ganz besonderen Erlebnis zu machen.

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