Urlaubstagebuch – Tag 7

Der Morgen begann wieder auf die schönste Art und Weise. Die ersten Sonnenstrahlen erwärmten langsam unser Dachzelt und machten das Aufstehen angenehm leicht. Während meine Freundin noch friedlich schlief, zog ich mich an und machte einen kleinen Spaziergang hinunter zum See.

Am Wasser herrschte eine wunderbare Morgenstimmung. Das Wasser war nahezu spiegelglatt, nur vereinzelt waren Vögel zu hören und die aufgehende Sonne tauchte die Landschaft in ein warmes Licht. Ich genoss diesen Moment der Ruhe, bevor ich zurück zum Auto ging.

Dort bereitete ich erst einmal den Morgenkaffee für meine Freundin zu. Mit einer frischen Tasse Kaffee weckte ich sie schließlich und kurz darauf frühstückten wir gemeinsam mit Blick auf den See.

Nachdem wir alles zusammengepackt hatten, kam das schwedische Paar vorbei, dem wir am Vorabend mit ihrem festgefahrenen Wohnwagen geholfen hatten. Bevor sie ihre Reise fortsetzten, bedankten sie sich noch einmal ganz herzlich bei uns. Diese kleine Begegnung hatte uns beiden gezeigt, wie selbstverständlich Hilfsbereitschaft sein kann – und wie viel Freude selbst eine kleine Geste bereiten kann.

Kurz darauf machten auch wir uns wieder auf den Weg.

Unser Ziel stand bereits fest: Torups Slott.

Das Schloss und der wunderschöne Schlosspark hatten uns bereits zu Beginn unserer Reise begeistert. Da sich unser Urlaub langsam dem Ende näherte, fuhren wir bewusst wieder in Richtung Malmö.

Während der Fahrt entdeckten wir in der Nähe von Älmhult ein Schild, das auf das IKEA Museum hinwies. Ich musste sofort schmunzeln, denn ich hatte das Museum bereits auf meiner ersten Schwedenreise besucht und wusste noch, wie interessant es gewesen war.

„Das musst du unbedingt sehen“, sagte ich zu meiner Freundin.

Kurzerhand beschlossen wir, einen spontanen Zwischenstopp einzulegen.

Das IKEA Museum erzählt die Geschichte des Unternehmens von den ersten Anfängen bis zur weltweiten Marke, die heute fast jeder kennt. Neben alten Möbelstücken, historischen Katalogen und zahlreichen Ausstellungsräumen erfährt man auch viel über die Idee hinter IKEA und das schwedische Design. Besonders spannend war es zu sehen, wie sich Möbel, Wohnstile und Werbung über die Jahrzehnte verändert haben. Obwohl wir eigentlich nur kurz bleiben wollten, verging die Zeit wie im Flug.

Nach dem Museumsbesuch durfte natürlich auch ein Essen im IKEA-Restaurant nicht fehlen. Gut gestärkt setzten wir anschließend unsere Reise fort.

Ein weiterer spontaner Zwischenstopp ergab sich, als wir an einigen Einkaufszentren vorbeikamen. Wir nutzten die Gelegenheit, uns ein wenig die Beine zu vertreten, durch die Geschäfte zu schlendern und einfach eine kleine Pause vom Autofahren einzulegen.

Danach führte uns die Strecke ohne weitere Unterbrechung zurück zu unserem ersten Übernachtungsplatz der Reise – Torups Slott.

Kaum angekommen, fragte ich meine Freundin, ob sie noch Lust auf eine kleine Wanderung hätte. Ihre Begeisterung hielt sich zunächst in Grenzen. Nach der langen Autofahrt klang das nicht unbedingt verlockend.

Schließlich einigten wir uns auf einen Kompromiss.

„Aber wirklich nur eine kleine Runde – maximal drei Kilometer.“

Aus dieser vermeintlich kleinen Runde wurde am Ende eine der schönsten Wanderungen unseres gesamten Urlaubs.

Der Weg war mit kleinen Laternen gesäumt, sodass man ihn sogar in der Dunkelheit problemlos als Nachtwanderung gehen könnte. Er führte durch einen wunderschönen Mischwald, vorbei an moosbedeckten Felsen, kleinen Bächen und sanften Hügeln. Immer wieder luden liebevoll angelegte Picknickplätze aus Holz dazu ein, eine Pause einzulegen und einfach die Natur zu genießen.

Das warme Licht der Abendsonne fiel durch die Baumkronen und tauchte den Wald in eine ganz besondere Atmosphäre.

Als wir schließlich wieder am Parkplatz ankamen, waren wir beide froh, dass wir uns doch noch zu dieser Wanderung entschlossen hatten.

Anschließend holten wir unseren Campingtisch, den Gaskocher und alles, was wir für das Abendessen benötigten. Im gemütlichen Friluftsgård direkt am Teich bereiteten wir unser Essen zu und ließen den Abend ganz entspannt ausklingen. Während langsam Ruhe einkehrte und die letzten Sonnenstrahlen zwischen den Bäumen verschwanden, blickten wir auf die vergangenen Tage zurück.

Heute ging es etwas früher als sonst ins Dachzelt.

Nicht, weil wir besonders müde waren – sondern weil am nächsten Morgen ein ganz besonderes Ziel auf uns wartete. Die Vorfreude darauf war bereits jetzt riesig.

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